Deutsch-Französischer Jugendaustausch der Jugendfeuerwehren
Jugendwehren aus Bienenbüttel und Bad Bevensen verbringen 9 tägiges Zeltlager im Elsass

6 Monate dauerten die Planungen an, nun sollte es endlich losgehen. 28 Jugendliche und 8 Betreuer machten sich mit 4 Kleinbussen auf den Deutsch-Französisches GruppenfotoWeg nach Frankreich. Ziel war der Ort Guewenheim im Elsass, der Partnerfeuerwehr Bienenbüttels, dessen Freundschaft schon seit 22 Jahren besteht. Für die Bienenbüttler war es nach 1999 bereits das 2. Zeltlager in der bekannten Weinregion Frankreichs, für die befreundete Jugendwehr aus Bad Bevensen das 1. Mal.
1. Station nach 12 stündiger Fahrzeit war das Grenzmuseum in Marckolsheim am Rhein, der Magienotlinie. Hier konnten die Jugendlichen viel über den 2. Weltkrieg und der Deutsch – Französischen Geschichte, besonders über die Rolle des Elsass, erfahren. Nach der Ankunft auf dem Campingplatz in Guewenheim, wurden schnell unter Mithilfe der Französischen Gäste das große Gemeinschaftsschlafzelt und der Pavillon aufgebaut und eingerichtet.
Am folgenden Tag stand ein offizieller Empfang durch den Bürgermeister und Feuerwehrfunktioner im Rathaus der Kreisstadt Masevaux auf dem Programm. Beschwerlich aber lehrreich war die Wanderung durch die Vogesen am nächsten Tag. Hier erfuhren die Teilnehmer viel über die Natur und die Wasserversorgung der Region rund um Muelhouse und Colmar.
Französische Kultur und Politik war das Schwerpunktthema am Dienstag auf der Tagesfahrt nach Strassburg, wo das Europaparlament seinen Sitz hat. Nach der Rückkehr zum Campingplatz kam dann das böse Erwachen. Das Mädchenzelt stand nach schwerem 24 stündigen Dauerregen, der in der Nacht auf Dienstag begann, komplett unter Wasser, dass Jungenzelt zum Teil. Der Platz selber glich einer Schlammwüste. Kurzerhand wurden die Mädchen für die Nacht in die Französischen Familien der Jugendlichen umquartiert und alle in Mitleidenschaft gezogenen Klamotten dort getrocknet. Ein nicht geringer Aufwand, war doch knapp die Hälfte der Teilnehmer davon betroffen. Noch am Dienstagabend entschloss man sich, mit Sack und Pack an einen anderen Ort umzuziehen. Alle packten am Mittwochvormittag mit an und so entstand ein neues, größeres und schöneres Lager in 1 km Entfernung neben dem Feuerwehrhaus in Guewenheim. Eine gute Entscheidung. Der Deutsch – Französische Abend war ein voller Erfolg, wurde nun doch das letzte Eis zwischen den Jugendlichen gebrochen. Ab diesem Tag waren sie unzertrennlich. Nach dem Umzugsstress stand am Donnerstag der Besuch des Electopolis (ein aktiv Museum über die Elektrizität) und die Berufsfeuerwehr in Muelhouse auf dem Zettel. Hier konnte den Teilnehmern sehr gut der Unterschied zwischen Deutscher und Französischer Feuerwehrtechnik und Organisation vor Augen geführt werden.
Während die Jüngeren am Freitag ausgelassen im Hallenbad sich austoben konnten, wurden die Älteren im Französischen Jugendwettbewerb geschult und bereiteten sich auf die Leistungsspangenabnahme am 14.09. in Dannenberg vor. Diese ist der höchste Leistungsnachweis in der Jugendfeuerwehr, der zu erreichen ist.
Der Samstag stand im Zeichen des Spaßes. Es ging zum Tree Trek am Ballon de Elsac. Das dies allen sehr viel Spaß machte, war sehr deutlich dem Gejohle im Wald zu vernehmen. Zeitig ging es dann am Abend ins Bett, musste man doch am Morgen das Lager abbauen und verstauen. Nach vielen „la prochaine“, „au revoir“ und Küsschen, nicht ohne Emailadressen ausgetauscht zu haben, ging es am späten Vormittag gen Heimat. Diese wurde spät in der Nacht wohlbehalten aber geschafft erreicht.
Da die Zusammenführung der Jugendlichen beider Länder den Vorstellungen der Jugendwarte übertraf, sprach man noch vor Ort eine Einladung zu einem Gegenbesuch der Franzosen in naher Zeit aus. Da auch die Zusammenführung beider Jugendwehren aus Deutscher Sicht ein voller Erfolg war und auch hier die letzten Barieren gebrochen wurden, sind sich die Jugendwarte Markus Eisele (Bttl) und Hans Jürgen Tusch (Bevensen) einig, die Zusammenarbeit in Zukunft noch weiter vertiefen zu wollen.