Bezirkszeltlager 2005 in Wrestedt
Die Vorbereitungen liefen schon länger, der Countdown begann am Freitag den 16.07 mit dem Aufbau des Zeltes in Wrestedt. Wir hatten das große Glück zusammen mit den Jugendfeuerwehren aus Reinstorf und Rosche den besten Zeltplatz im Dorf Stederau, eigentlich den besten Platz im gesamten Zeltlager, beziehen zu können. Gemeindedirektor unseres Dorfes war Mike Stürmer, Kreisjugendwart des Lk Dannenberg. Ein dufter Typ.
Treffen zur Abfahrt war am Samstag um 15 Uhr am Gerätehaus Bienenbüttel. Leider kamen wir erst später weg, da einer von uns die Zeit verpennt hatte. So starteten wir erst fast eine halbe Stunde später mit zwei Vollbepackten Bussen und zwei Privatautos der Eltern im Schlepptau.
Der 1. Tag begann etwas stressig. Sachen auspacken einrichten usw. Zu allem Überfluss hatten wir natürlich gleich den 1. Wachdienst, der schon um 16 Uhr begann, wovon keiner was wusste. Den 1. Teil begannen die jüngeren von uns mit unserem Jugendwart Markus mit der Aufsicht am Abwaschplatz für das Essensgeschirr nach dem Essen. Den 2. Teil bewältigten die älteren von uns mit unseren Betreuern. Aufgabe war Wachdienst an der Strasse. Es durften keine Autos ohne Parkausweis durchgelassen werden. Abgelöst wurden wir um 0 Uhr von der nächsten Jf.
Den Sonntag begannen wir mit einem Besuch in der Uelzener Innenstadt. Dort fand ein Landesentscheid des THW statt, den wir uns anschauten (siehe Bilder). Am Nachmittag starteten wir zur Stadtrallye Monte Wrestedt. Wir hatten sehr viel Spaß dabei.
Der Montag stand im Zeichen des 12 Felderfußballs. Hier konnte 2 Spiele gewonnen werden, 1 wurde gegen die polnische Gruppe verloren. Der spannendste Teil des Tages sollte allerdings noch kommen. Im laufe des Abends wurde eine Unwetterwarnung der Lagerleitung herausgegeben. Daraufhin begannen wir unter Anleitung unsere „Chefcoordinators“ mit der Absicherung unseres Zeltes. Dafür befüllten wir Sandsäcke auf dem benachbarten Feld. Um 22:30 konnte man dann schon die ersten gewaltigen Blitze am Himmel erkennen, die schnell näher kamen. Um 22:40 wurden alle benachbarten Feuerwehren zur Evakuierung des Zeltlagers alarmiert. Zeitgleich begann es heftig an zu regnen. Um 23 Uhr kam das „go“ zur Räumung der Zelte. Die Feuerwehren leuchteten im strömenden Regen den Weg zur Sporthalle aus. Innerhalb von 6 Minuten war das Zeltdorf geräumt. Die Stimmung in der Halle war gut, wovon die jüngsten nichts mitbekamen, da sie auf den von uns organisierten tot müde einschliefen. Nach ca. einer Stunde konnten wir wieder zurück in die Zelte.
Der Dienstag begann bei kühlen Temperaturen um 16 °C mit dem Spiel ohne Grenzen, wo wir sehr gut abschneiden konnten. Der weitere verlauf des Tages stand unter dem Stern des „klar Schiffs“ machen, u.a wegen des Unwetters am Vortag aber auch da die Jüngeren ihre Gummibärchen im Zelt eher als Wurfgeschosse nutzten anstatt sie sie zu essen.
Der Nachmittag stand im Zeichen der Lagertaufe. Aus unserer Jf waren 7 Mitglieder betroffen, aus der Jf Rosche drei. Es war schwer alle zusammen zu bekommen, da sie ahnten, dass etwas passieren wird. Im Nachhinein fanden sie es doch alle ganz gut, Die Taufe wurde von unserem Chefcoordinator durchgeführt, der von der älteren und den Jugendwarten der Jf Rosche unterstützt wurde.
Der Mittwoch war außer das lautstarke wecken durch „oder Waaaaas“ sehr ruhig, da nur die Lagerspiele auf dem Programm standen, an dem sich nur ein paar Leute beteiligten.
Am Donnerstag stand der Nachtmarsch auf dem Plan, auf den wir uns schon alle freuten, der aber leider aufgrund des schlechten Wetters abgesagt wurde.
Trotz alledem war es ein schöner Abend, da im Anschluss nach der Herzblatt Show der Jugendwart aus Reinstorf, Andreas Bergmann, seiner Freundin einen Heiratsantrag machte. Es fand eine kleine Party in unserem „Bermudadreieck“ (so nannte man unser Fleckchen Erde) statt. Hierbei waren fast alle Jugendwarte des Lk Uelzen bis auf eine Jf zu Gast. Warum eigentlich ?
Da aufgrund des schlechten Wetters am Freitag alle Spiele abgesagt wurden, beschloss unser Jugendwart kurzfristig, mit uns ins
SaLü nach Lüneburg fahren. Mit dabei waren auch die Reinstorfer und Roscher. Versteht sich von selbst, dass wir eine menge Spaß hatten.
Der Samstag, letzter Tag, stand natürlich unter dem Stern des Stresses. Zeltabbau war angesagt. Wir schafften es tatsächlich, unser Zelt bis 10:30 Uhr komplett abzubauen und soweit wie möglich zu verladen. Dies ging allerdings leider nicht ganz ohne Antrieb durch den Chef. Zur Abschlussveranstaltung traten wir mit unserem selbst gebauten Bollerwagen an. Sammeln war am Zelt des Gemeindedirektors. Ganz spontan wurde ein Stuhl in den Wagen gestellt, auf dem er Platz nahm. Vorne an der Spitze des Zuges, unter neidischen Blicken der anderen Jugendfeuerwehren, zogen wir mit Blaulicht und Martinshorn ins „Stadion“ ein. Unter großem Staunen und
Freude der Landes- Bezirks und Kreisjugendwarte sowie des Kreisbrandmeisters setzten wir Mike Stürmer an seinem Platz bei der Lagerleitung vor den Augen der anderen Jugendwehren ab.
Es folgt die Siegerehrung der Lagerwertung, wo wir von über 125 Gruppen den 8. Platz belegen konnten. Nach der Siegerehrung holten wir den „King“ zum Auszug aus der Arena standesgemäß wieder ab. Direkt nach der Siegerehrung konnten wir dann die letzten Sachen auf den Gemeindebus verladen, mit dem unserer Feuerwehrkamerad Stefan Planck aus Bienenbüttel anrückte. Nach dem Abladen der Matratzen und Zeltgarnituren und dem Aufbau der Zelte (wir erwarben ein SG 20 der Kreisjugendfeuerwehr von den Himbergern) im neuem Gerätehaus zum trocknen, waren alle dann so gegen 15:30 erschöpft aber glücklich wieder zu Hause.